Verbleibstudie

Im März 2016 führte der Studiengang Informationsmanagement eine Onlinebefragung seiner Absolventinnen und Absolventen durch. Dabei wurden 303 Personen befragt, das sind alle Alumni der Abschlussjahrgänge 2009 bis 2015. Von diesen haben 200 (66%) geantwortet. Die Absolventenstudie sollte Aufschluss über Berufseinmündung und Berufsverlauf der IM-Absolventen geben sowie Eckdaten über ihre Erwerbstätigkeit zum Befragungszeitpunkt zutage fördern.

Wie leicht oder schwer gestaltete sich der Übergang vom Studium in den Beruf? Wie sind die IM-Absolventen zu ihrer ersten Stelle gekommen? Wie viele von ihnen haben ein Masterstudium angeschlossen und in welchem Bereich? Und wie steht es um Ihre aktuelle Erwerbstätigkeit? In welchen Branchen und Abteilungen arbeiten sie und welche Tätigkeiten üben sie aus? Sind sie in der Region Hannover geblieben? Wie zufrieden sind sie mit ihrer beruflichen Entwicklung nach dem IM-Studium insgesamt? Auf diese und weitere Fragen gibt der Ergebnisbericht Antworten.

Die Ergebnisse dieser Befragung finden Sie hier:

Informationsmanager auf dem Arbeitsmarkt

 

Absolventenprofile

Fenja Schütte     

Fenja Schütte hat ihr Bachelorstudium Informationsmanagement 2015 abgeschlossen und arbeitet seit August 2015 in der Online-Marketing-Abteilung des News-Portals t3n.de. T3n.de ist ein Medium für die digitale Wirtschaft und behandelt Themen, wie Online-Marketing, Karriere, Design und Entwicklung. Das tn3 Magazin sowie das Online-News-Portal gehören zu der Firma yeebase media GbR. Dieses Unternehmen wurde von einem Informationsmanagement-Absolventen der Hochschule Hannover gegründet.

Zu Fenjas Aufgaben gehört das Betreiben der Social-Media-Kanäle, auf denen sie Gewinnspiele plant und umsetzt sowie Anzeigen schaltet. Die vielen Freiheiten, auch als Berufseinsteigerin, und das selbstständige Arbeiten gestalten Fenjas Job interessant und vielseitig.

„Ich mag die Mischung aus analytischem Denken, die Kreativität beim Erstellen von Anzeigen und den direkten Kontakt mit den Followern und Kunden.“

Die Verbindung von Praxis und Theorie, die das Informationsmanagement-Studium bietet, war letztendlich ausschlaggebend für Fenja, an der Hochschule Hannover zu studieren. Rückblickend kann sie viele ihrer Erfahrungen aus dem Studium für ihre heutige Arbeit nutzen: „Das Wissen aus den Projektmanagement- und Marketing-Vorlesungen, das Zeitmanagement und die Fähigkeit, Dinge gelassen zu sehen, wenn etwas mal nicht so läuft, wie man es sich vorstellt.“

Eine große Stärke des Studiengangs sieht sie in den kleinen Gruppen, in denen intensiv und zielgerichtet gelehrt und gelernt werden konnte. Außerdem hat sie sehr von den Praxisphasen profitiert, in denen man berufliche, aber auch persönliche Erfahrungen sammeln kann.

Fenjas Tipp für Studienanfänger: „Nicht stressen lassen. Jede Chance nutzen, egal ob Sprachkurse, Auslandssemester oder Praktika.“

 

Britta Flagner

Britta Flagner hat ihr Informationsmanagement-Studium im März 2013 abgeschlossen und arbeitet seit April 2013 bei der Arvato eCommerce Verwaltungsgesellschaft mbH in Hannover. Arvato ist ein international agierendes Dienstleistungsunternehmen und eine Tochtergesellschaft des Bertelsmann-Konzerns.

Bei Arvato ist Britta in der Abteilung Business Intelligence tätig. Zu ihren täglichen Aufgaben gehört die Aufnahme von Anforderungen aus den Fachabteilungen oder vom Kunden, um Standardberichte oder Adhoc-Analysen zu erstellen. Ihr Beruf ist sehr vielfältig, so dass sie sich zum Beispiel auch mit Logistik oder Marketing beschäftigt und somit täglich dazulernt.

„In diesem Job wird man nicht nur fachlich, sondern auch technisch immer wieder herausgefordert.“

So schult Britta Kunden in verschiedenen Bereichen. Da Britta nach ihrem Abitur noch nicht genau wusste, was sie später beruflich machen möchte und das Informationsmanagement-Studium thematisch breit aufgestellt ist, entschied sie sich für das Studium an der Hochschule Hannover. Ihren Schwerpunkt während des Studiums legte sie auf audiovisuelle und interaktive Medien. Heute profitiert sie vor allem von den Grundlagen der Informatik und Programmierung, die sie im Studium erlernt hat.

Auch Kenntnisse in der Datenbankentwicklung sind für ihren Beruf relevant. Außerdem gefiel ihr, dass im Verlauf des Studiums zwei Praktika zu absolvieren sind, wodurch man die Theorie direkt in der Praxis anwenden und vertiefen kann.

Brittas abschließender Tipp für zukünftige Studierende ist, möglichst frühzeitig einen Schwerpunkt zu wählen, um sich voll und ganz auf die damit verbundenen Themen und Aufgaben konzentrieren und dafür passende Praktika wählen zu können.

 

Johanna Peter

Johanna Peter arbeitet seit August 2016 bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig in dem Fachbereich „Technische Zusammenarbeit“. Die PTB ist das nationale Metrologie-Institut Deutschlands. Der Fachbereich „Technische Zusammenarbeit“ unterstützt Entwicklungs- und Schwellenländer bei der Entwicklung und Nutzung der Qualitätsinfrastruktur. Johanna ist als Projektassistentin im Auftrag der Bundesregierung tätig.

„Meine Aufgaben sind unter anderem die Korrespondenz mit Partnerländern, die Organisation von Veranstaltungen, Trainings in Deutschland und in den Partnerländern sowie das Finanzmonitoring der Projekte.“

Besonders gefallen ihr internationale Projekte, bei denen sie mit Partnern und Experten in Subsahara-Afrika zusammenarbeitet. Johanna hat über Freunde, die ebenfalls Informationsmanagement studiert haben, von dem Studiengang erfahren: „Es klang sehr interessant und war für mich auch die richtige Entscheidung.“ Obwohl Johanna ihr Job sehr gut gefällt, plant sie, ein Masterstudium im Bereich Languages, Business und European Management in Orléans (Frankreich) zu absolvieren, um sich weiterzubilden und später noch in anderen Bereichen arbeiten zu können.

Rückblickend gefällt Johanna vor allem die Vielfalt der Fachrichtungen, die das Studium bietet.

Dadurch bekam sie die Möglichkeit, verschiedene Lehrgebiete auszuprobieren und sich gegebenenfalls wieder umzuorientieren. Zu Beginn ihres Studiums legte Johanna ihren Fokus auf AV-Medien, später lag ihr Schwerpunkt auf den internen Informationseinrichtungen. Am meisten Spaß hatte Johanna an den Lehrveranstaltungen, die sich mit Management beschäftigt haben.

„Wichtig ist, dass man am Ende weiß, was einem Spaß macht und in welchem Bereich man arbeiten möchte. Soweit ich weiß, haben alle Kommilitoninnen und Kommilitonen einen Job gefunden, der ihnen Spaß macht. Nutzt die Praxisphasen, um euch ein bisschen umzuschauen“, ist Johannas Tipp an neue Studierende.


Melanie Seewig

Melanie Seewig hat ihr Studium 2013 beendet und arbeitet seit Februar 2013 als feste Mitarbeiterin bei der Heise Medien GmbH & Co. KG in Hannover. Ihr zweites Pflichtpraktikum im siebten Semester hat sie bereits bei Heise absolviert. Danach hat sie in dem Unternehmen ihre Bachelorarbeit geschrieben und war während ihres Masterstudiums dort als studentische Aushilfe tätig. Melanie arbeitet in der Abteilung Digital Magazine, wo sie sich um die digitale Ausgabe der Zeitschriften kümmert.

„Zu meinen Aufgaben gehört die Koordination der digitalen Heftproduktion. Ich erstelle Zeitpläne, verteile und stimme die Anforderungen der Redaktionen an diese Ausgabeformate ab. Neue Layoutideen im Printbereich müssen mit den Redaktionen besprochen werden, um zu schauen, wie diese Neuerungen auf Tablets oder Smartphones umgesetzt werden können.“

Außerdem ist sie im Projektmanagement tätig, wo sie sich um die Weiterentwicklung der digitalen Magazine kümmert. Besonders gefällt ihr das Zusammenspiel der vielen verschiedenen Abteilungen im Haus. Alles muss hier Hand in Hand gehen, um die Zeitschriftenausgaben bis zum Veröffentlichungstermin fertigzustellen. „Keine Ausgabe gleicht der anderen, und so bringt der Job immer wieder neue Herausforderungen mit sich“, so Melanie.

Zu Beginn ihres Studiums hat Melanie ihren Schwerpunkt auf interne Informationseinrichtungen gelegt. Im Laufe ihres ersten Praktikums wurde jedoch ihr Interesse für audiovisuelle und interaktive Medien geweckt, sodass sie in ihrem Studium gezielt diese Veranstaltungen besucht hat. Nachdem Melanie 2012 das Studium beendet hat, hat sie sich entschlossen, noch ein Masterstudium in Unternehmensentwicklung zu absolvieren: „Ich denke, dass es schwieriger ist, einen Master anzuschließen, wenn man erst einmal im Berufsleben steckt, als ihn direkt im Anschluss an den Bachelor zu machen.“

Die beiden Pflichtpraktika sieht Melanie als besondere Stärke des Informationsmanagement-Studiums an. Studienanfängern rät Melanie, sich zu Beginn des Studiums noch nicht auf einen Bereich festzulegen, um sich verschiedene Richtungen offen zu halten.

 

Sebastian Bartsch

Sebastian Bartsch hat sein Informationsmanagement-Studium 2015 beendet und arbeitet seit Februar 2016 bei der Accenture Technology Solutions GmbH in Berlin in der Unternehmensberatung. Accenture bietet verschiedene Services im digitalen und technologischen Bereich an. Dort ist er als Analyst tätig.“Derzeit begleite ich das Entwicklungsteam und erarbeite alles rund um das Design. Vom Konzept, über Personas und Nutzer-Evaluierungen, bis hin zum finalen Design“, so Sebastian.

Darüber hinaus berät er Kunden in verschieden Fragen zur Optimierung von Geschäftsprozessen. Gerade der Wissenstransfer zwischen ihm und den Kunden macht Sebastian besonders Spaß. Er begleitet Geschäftsprozesse von der Idee bis zum fertigen Endprodukt.

Sebastians ursprünglicher Plan war es, Grafikdesign zu studieren. Doch durch den Austausch mit Absolventen des Studiengangs wurde ihm bewusst, dass er mit Informationsmanagement mehr Möglichkeiten hat. ,,Das Informationsmanagement-Studium ermöglicht mir, meine Leidenschaft für Design mit aktuell gefragten Skills zu kombinieren. Deswegen habe ich auch meinen Schwerpunkt auf die audiovisuelle Kommunikation gelegt“, so Sebastian.

Zurückblickend war es vor allem die Vielfalt an Lehrveranstaltungen, die ihm in seinem heutigen Beruf hilft:

„Ich verstehe sowohl den Projektmanager, als auch die Programmierer und Architekten. Dies wäre mir mit einem reinen Schwerpunktstudium nicht gelungen.“

Seine Kommilitoninnen und Kommilitonen sind alle in verschiedene Richtungen gegangen: „Man lernt im Laufe des Studiums seine eigenen Stärken kennen und kann diese ausarbeiten und später beruflich einsetzen“, sagt Sebastian.

 

Sebastian Brielich

Sebastian Brielich hat sein Informationsmanagement-Studium 2014 abgeschlossen und arbeitet seit April 2014 bei der VHV-Versicherungs-Gruppe in Hannover. Als Informatikkoordinator ist er im Bereich der Vertriebstechnik tätig und betreut die IT-Anwendungen für Vertriebspartner.

„Zu meinen Aufgaben gehören unter anderem die Formulierung von Anforderungen, das Schreiben von Spezifikationen und die Durchführung von Software-Tests.“

Da Sebastian an unterschiedlichen Projekten arbeitet, ist seine Arbeit sehr vielseitig. Sein Job ermöglicht es ihm außerdem, berufsbegleitend seinen Master in Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule Dortmund zu machen: „Ich wollte immer ein Masterstudium absolvieren, aber das Jobangebot, das sich mit dem Abschluss des Bachelorstudiums ergeben hat, auch nicht ablehnen.“

Die Wahl des Studiengangs Informationsmanagement fiel ihm wegen des hohen Informatikanteils sehr leicht. Zusätzlich war für Sebastian ausschlaggebend, dass der Studiengang interdisziplinär ausgerichtet ist und so auch BWL-Lehrveranstaltungen einschließt. Ein reines Informatikstudium kam für ihn nicht infrage. In seinem Job profitiert er heute von der Anwendung verschiedener Kommunikationstechniken.

Besonders gut am Studium hat ihm die Wahlfreiheit bei der Fächerbelegung gefallen:

„Zu Beginn des Studiums muss noch nicht unbedingt klar sein, in welche Richtung es nach dem Abschluss gehen soll.“

Somit ist es den Absolventinnen und Absolventen möglich, in unterschiedlichen Bereichen zu arbeiten.

Studienanfängern rät Sebastian: „Die Fächerwahl sollte sich vor allem nach den persönlichen Interessen richten. Die Betriebe für die Praxisphasen sollten mit Bedacht gewählt werden, denn aus einem Praktikum kann sich eine längere Zusammenarbeit ergeben.“

 

Elena Liventsova

Seit Elena Liventsova im Juli 2015 ihren Bachelor in Informationsmanagement beendet hat, arbeitet sie in der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen. Dort ist sie für die Metadatenanalyse, Datenkonversion und die Datenbankbetreuung zuständig. Besonders spannend findet Elena, dass sie während ihrer Arbeit mit vielen historisch wertvollen Kollektionen aus der ganzen Welt in Berührung kommt. Für sie ist es eine Herausforderung, immer wieder Neues am Arbeitsplatz zu lernen.

Vor ihrem Studium hat Elena in dem Internationalen Büro der Polytechnischen Universität in Tomsk, Russland gearbeitet. Dann hat sich Elena dazu entschlossen, nach Deutschland zu kommen und hier zu studieren.

„In dem Bildungsberatungsdienst für Ausländer wurde mir dieser Studiengang empfohlen“, erzählt Elena. Sie hat zusätzlich zu dem Schwerpunkt ,,Wissenschaftliche Bibliothek’’ auch noch einige Fächer des Schwerpunkts audiovisuelle und interaktive Medien belegt.

Zunächst war es ihr Wunsch, nach dem Abschluss „klassische“ Bibliothekarin zu werden. Doch durch verschiedene Lehrveranstaltungen, die ihr nicht nur die bibliothekarischen, sondern auch technische Grundlagen (Programmieren, Semantic Web, Datenbanken, etc.) vermittelt haben, änderte sich ihr Wunsch. Heute profitiert sie von den technischen Lehrveranstaltungen in ihrem Beruf umso mehr.

Für ihre jetzige Tätigkeit war es entscheidend, dass sie während ihres Studiums klassische bibliothekarische und technische Fächer kombiniert hat.

Der Tipp für Studienanfänger von Elena ist: „Lernt alle Schwerpunkte kennen. Danach könnt ihr das auswählen, was interessant für euch ist.  Am Anfang des Studiums habe ich geplant, nur den Schwerpunkt „Wissenschaftliche Bibliothek“ auszuwählen. Schön, dass ich gesehen habe, dass Programmieren oder Semantic Web auch sehr spannende Bereiche sind.“